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(pd) Am 7. Februar 1971 wurde dem Stimm- und Wahlrecht für Frauen zugestimmt und somit einer grundlegenden Errungenschaft in Sachen Gleichstellung zu ihrem Durchbruch verholfen. Heute, 50 Jahre später und anlässlich des Weltfrauentages sieht ArbeitAargau wenig Anlass, dieses 50-jährige Jubiläum zu feiern. Vielmehr fordert ArbeitAargau höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen in Frauenberufen, gleiche Löhne für gleiche Arbeit und die Förderung von Frauen in Politik und Führungspositionen. Diese Forderungen sollen gehört, gesehen und endlich umgesetzt werden. Deshalb war ArbeitAargau unterwegs und hat an öffentlichen Standorten visuell darauf aufmerksam gemacht.

Am 7. Februar 1971 wurde dem Stimm- und Wahlrecht für Frauen zugestimmt und somit einer grundlegenden Errungenschaft in Sachen Gleichstellung zu ihrem Durchbruch verholfen. Zu verdanken ist dieser damals bereits längst überfällige Abstimmungserfolg jedoch nicht 65.7% der stimmberechtigen Männern, sondern jenen Frauen und Frauenverbänden, welche jahrelange unermüdlichen Einsatz leisteten, mutig sowie unbeirrbar und vor allem nie still blieben. Heute, 50 Jahre später und anlässlich des Weltfrauentages, gilt es dieser Zeit zu gedenken und festzustellen, wie sehr wir nach wie vor in Sachen Gleichstellung hinterherhinken und was es nach wie vor zu tun gibt – politisch als auch gesellschaftlich. ArbeitAargau sieht keinen Anlass, sich auf den Lorbeeren von damals auszuruhen und das Jubiläum zu feiern, sondern zeigt auf, wo wir in Sachen Gleichstellung in der Arbeitswelt noch weit vom Ziel entfernt sind.

Es ist kein Zufall, dass sogenannt „typische Frauenberufe“ unterbezahlt sind und zu schlechten Ar-beitsbedingungen ausgeführt werden. Gerade im vergangenen Jahr wurde immer wieder betont, dass Pfleger*innen systemrelevante Arbeit leisten. Was dabei oft vergessen geht: Diese systemrelevante und unterbezahlte Arbeit wird zu 80% von Frauen ausgeführt. Deshalb fordert ArbeitAargau höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und mehr Schutz für Arbeitnehmer*innen im Gesund-heitswesen. Demgegenüber nimmt die Lohnungleichheit zwischen Mann und Frau in männerdomi-nierten Branchen haarsträubende Dimensionen an: In der Finanzbranche verdienen Frauen ganze 30% weniger als Männer. Diese verfassungswidrige Tatsache sollte eigentlich längst der Vergangenheit angehören und es ist traurig, im Jahr 2021 immer noch gleicher Lohn für gleiche Arbeit fordern zu müssen. Seit 1971 wurden nur drei Frauen in den Aargauer Regierungsrat gewählt, heute sehen wir uns von einem reinen Männergremium regiert und in unserem Parlament amtieren zurzeit 45 Grossrätinnen, was einer bescheidenen Frauenquote von 32% entspricht. Auch sind Frauen in Geschäftsleitungen und Verwaltungsräten massiv untervertreten. Um dieses Ungleichgewicht ins Lot zu bringen und eine Balance zu schaffen, fordert ArbeitAargau zusätzlich die Förderung von Frauen in der Politik und Führungspositionen.

Die politische Bewegung, welche 1971 zur Einführung des Stimm- und Wahlrechts von Frauen führte, ist nicht abgeschlossen. Wir sollten an ihr anknüpfen und ihren Weg weiterverfolgen. Deshalb war ArbeitAargau zusammen mit dem Team von Towerbus im Aargau unterwegs und hat an symbolisch ausgewählten Orten auf die Missstände und die damit einhergehenden Forderungen öffentlich aufmerksam gemacht, in der Hoffnung, dass sie gehört, gesehen und endlich umgesetzt werden.

Über diesen Link finden Sie Bilder und Videos zur Aktion von ArbeitAargau zum 8. März 2021 beim Kantonsspital Baden, bei den UBS und CS Filialen in Wohlen und beim Regierungsgebäude in Aarau:

https://we.tl/t-6XEGFufXJP

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