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Von Verena Zaugg, Möhlin

Nachdem die Wahlen in Möhlin zur Vergangenheit gehören, möchte ich meine Sicht zu den Vorgängen im WPZ Stadelbach in Möhlin darstellen. Vor zehn Jahren entschied ich mich, mit einer SRK-Schulung beruflich in die Pflege zu wechseln. Diesen Entscheid habe ich nie bereut. Ich arbeitete seit neun Jahren in der Demenzabteilung Stadelbach. Das Demenzkonzept erlaubte mir eine solide Einarbeitung im Umgang mit den erkrankten Bewohnenden. Im Team und bei den Vorgesetzten war ich integriert. Die Arbeit gab mir grosse Zufriedenheit. Ich wusste, dies ist der Ort, an dem ich auch nach der Pensionierung noch gerne weiter arbeiten würde. Die damalige Stationsleitung war sehr zufrieden mit mir. Die Kommunikation im Team, meine Arbeitseinteilung, der Kontakt zu den Bewohnern und die Pflege seien vorbildlich. Mein Entschluss, weiter im Stadelbach zu bleiben, verstärkte sich. Ich wohne in Möhlin, kenne Menschen hier, lebe mit ihren Dorfgeschichten und Traditionen.
Dann kamen die Turbulenzen ins Stadelbach. In der Demenzabteilung versuchten alle Mitarbeiter, weiterhin mit vollem Einsatz dies die Bewohner nicht spüren zu lassen. Wir alle waren froh, als eine neue Leitung angestellt wurde. Wir hofften, dass nun Ruhe in das Zentrum kommt. Leider war das nicht so, der Informationsfluss war nicht gut. Unsicherheit und Ängste verunsicherte die Pflegenden. Es wurde von Stellenabbau gemunkelt, Fragen blieben unbeantwortet. Auch direkte Vorgesetzte konnten auf Fragen keine Antwort geben.
Vor einem Jahr wurde ich, per nicht nachvollziehbarem Losentscheid, von der Demenzabteilung in einen anderen Bereich versetzt. Für mich brach eine Welt zusammen. Mir wurde mündlich versprochen, dass dieser Wechsel nur drei Monate dauere. Ich ging positiv an meine neuen Aufgaben. Zurückversetzt wurde ich dann aber nicht mehr.
In dieser Zeit bekam ich eine mündliche und eine schriftliche Abmahnung, da ich mich angeblich respektlos gegenüber meinen Vorgesetzten verhalten hätte. Bei einer dritten Abmahnung erfolge automatisch die Kündigung, so die neue Regel im Stadelbach. Das machte mir Respekt und Angst. Ich war zu diesem Zeitpunkt 61 Jahre alt. Ich wurde zusehends unsicherer, zumal bereits Kündigungen ausgesprochen wurden und sehr gute Mitarbeiter das Stadelbach verliessen. Ich forderte ein Zwischenzeugnis. Die Worte der Heimleiterin Frau Coi beim Aushändigen dieses Zeugnisses werde ich nie vergessen: «Hier wird nicht diskutiert.»
Da wir keine neutrale Anlaufstelle im Betrieb hatten, schrieb ich am 25. Februar einen Brief an den Vorstand des Trägervereins, zu Handen von Präsident Hr. Eiermann. Ich erklärte meine Ängste und Unsicherheiten und fragte um Rat. Er riet mir, mich bei der Arbeit ruhig und unauffällig zu verhalten. Das tat ich.
Die dritte Abmahnung folgte: in einer Pause hätte ich die Distanz von 1,5m zu einer Arbeitskollegin nicht eingehalten. Dazu muss muss ich sagen, dass ich geimpft war, in der schweren Coronazeit nie krank und teilweise doppelmaskiert Patienten gepflegt habe.
Am 14. Juni wurde mir, mit 62 Jahren, gekündigt. Ohne vorherige Gespräche. Mir wurde mündlich vorgeworfen, ich sei im Team nicht integrierbar und führbar. Mit sofortiger Freistellung wurde ich wie ein Verbrecher aus dem Haus geführt, ohne mich von den Bewohnern und Kolleginnen verabschieden zu können. In der darauf von mir angeforderten, schriftlichen Angabe des Kündigungsgrunds steht, dass es sich um ein zerrüttetes Arbeitsverhältnis und unüberbrückbare Differenzen handeln würde. Ohne viele Absenzen konnte ich meine bisherige 32-jährige berufliche Zeit durchleben und bin nun ungerechtfertigt in diese unverhältnismässige Situation gekommen.
Ich fordere für mich keine Erklärungen mehr. Aber viele Fragen bleiben offen. Von anderen Mitmenschen, freiwilligen Helfern, Bewohnern, Angestellten des Stadelbach. Die volle Veranwortung dafür müssen die Geschäftsleitung, der Pflegedienstleiter, der ganze Vorstand und die Mitglieder des Trägervereins tragen.

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