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Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
www.vinzenz-apotheke.ch

Darmgeschichten 2: Darmstark
Mit der aktuellen Darmkampagne namens DARMSTARK, die gerade in allen teilnehmenden Apotheken stattfindet, wird der Wichtigkeit dieses Organes Rechnung getragen. Sie finden in Ihrer Apotheke interessante Kurzinformationen über dieses Thema, können an einem Wettbewerb teilnehmen und haben vom 16. bis 20. September die Möglichkeit in Aarau, Baden, Bremgarten oder (ganz in der Nähe) in Rheinfelden die Ausstellung «Eine Reise durch den Verdauungstrakt» zu besuchen. Die Internet-Adresse www.darm-stark.ch hat alle wichtigen Informationen zu dieser Kampagne zusammengefasst. Auch wir finden dieses Thema extrem spannend und führen daher unsere Ratgeber-Reihe mit folgender «Beginner-Frage» weiter:
«Sitze ich richtig auf dem Klo?»
Das war eine der ersten rhetorischen Fragen von Giulia Enders. Die Antwort war recht einfach: «Es kommt darauf an». Unser Darm verschliesst sich normalerweise «dicht». Daran sind drei Muskeln beteiligt:
- Ein innerer glatter Muskel (M. sphinkter ani internus), der unserem Willen nicht zugänglich ist
- Ein äusserer, quergestreifter Schliessmuskel (M. sphinkter ani externus), er ist trainierbar (bspw. Topftraining der Kleinkinder)
- Der Muskulus puborectalis, der zur Beckenbodenmuskulatur gehört. Beim aktiven Zusammenklemmen des Schliessmuskels verstärkt er die Krümmung (siehe unten) und unterstützt damit das Dichtsein.
Dieser letztgenannte Muskel zieht wie eine Schlinge von vorne um den Mastdarm. Solange wir aufrecht sind verschliesst er recht zuverlässig. Er erfüllt damit eine wichtige Funktion. Wenn er verletzt ist, kann eine Unfähigkeit den Darminhalt zurückzuhalten entstehen, also eine Stuhl-Inkontinenz.
Ein weiterer Verschlussmechanismus stellen die Schwellkörper im Bereich des Analkanals dar. Sie werden mit arteriellem Blut gefüllt und dichten zusätzlich ab. Von Hämorrhoiden spricht man dann, wenn diese krankhaft vergrössert sind.
Giulia Enders geht auf diese oben erwähnte Schlinge ein und beschreibt auch, wie sie «gelockert» wird. Sie schreibt wörtlich: «Der Oberkörper wird leicht nach vorne gebeugt, und die Füsse werden auf einen kleinen Hocker gestellt – et voilà: alles im richtigen Winkel!» Ihre Erklärung ist durch die Wissenschaft bestätigt. Sie beschreibt dabei die Befunde japanischer Wissenschaftler, die Probanden mit leuchtenden Substanzen «gefüttert» und die Vorgänge während des grossen Geschäfts, in verschiedenen Positionen, geröntgt haben. Dabei hat sich gezeigt, dass in der Hocke der Darmkanal gerade wird und ohne Anstrengung der Darm entleert werden kann.
Die Hockstellung ist die natürliche Entleerungs-Methode und war bis vor der Erfindung des «Thrones» beziehungsweise des in der westlichen Welt verbreiteten Klos weltweit gang und gäbe.
Übrigens sind in den Ländern, die keine solche «westliche» Kloschlüssel benutzen, die Erkrankungen wie Hämorrhoiden, Divertikulose oder auch nur Verstopfung deutlich seltener. Es besteht also ein logischer Zusammenhang zwischen der Stuhlgang-Methode und Auftreten von Erkrankungen in diesem Bereich. Das ist sicher nicht der einzige Zusammenhang; die Ernährung, um einen weiteren Punkt anzusprechen, spielt ebenfalls eine Rolle.
Probieren Sie daher ein «Kack-Schemelchen», um die Füsse darauf zu stellen, aus. Die meisten Familien mit kleinen Kindern haben es bereits, sie benutzen es, um das Waschbecken zu erreichen.
In weiteren folgenden Ratgebern werden wir auf weitere Funktionen und vor allem auf die so wichtigen und nützlichen Darmbewohner eingehen.

Bleiben Sie gesund!
Ihr Team der Vinzenz Apotheke
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Dr. Monika Mayer Apothekerin
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Darmgeschichten: Dehydratation
Es ist heiss. Es ist Sommer mit der üblichen Magendarm-Grippewelle. Darum schreiben wir jetzt diesen Ratgeber über das «Austrocknen». Wir nehmen die für den Körper nötige Menge Flüssigkeit hauptsächlich über das Trinken auf. Verlieren, beziehungsweise Abgeben, geschieht über verschiedene Wege:
- Stuhlgang (viel bei Durchfall);
- Lunge (die Atemluft ist feucht);
- Nieren (über den Urin, die Farbe gibt Anhaltspunkte über den Flüssigkeitshaushalt);
- Haut (Schwitzen, zurzeit viel und auch besonders beim Sport);
- Stillen (die Muttermilch enthält ebenfalls viel Wasser);
- Erbrechen;
- Verbrennungen.
Wenn wir Fieber haben und oder Erbrechen, bei «starken» körperlichen Anstrengungen, beim Stillen oder wenn Medikamente zur Entwässerung eingenommen werden, kann die Situation eintreten, dass es zu einem erhöhten Flüssigkeitsverlust kommt. Wenn dann die verlorene Flüssigkeitsmenge nicht entsprechend ersetzt wird, führt das zu einer Dehydratation mit folgenden Symptomen:
- Durst (leider fehlt er oft bei älteren Menschen, sie müssen besonders aufpassen, dass sie genügend trinken. Wir empfehlen immer ein Gefäss mit einer bestimmten Menge Getränk an einem Ort zu stellen, an dem man genügend oft vorbeikommt und regelmässig eine bestimmte Menge zu trinken. Bis am Mittag oder Abend muss das Gefäss dann leer sein, und man weiss, dass man diese Menge getrunken hat!);
- Mundtrockenheit mit allgemein trockenen Schleimhäuten;
- Dunkler Urin, seltene Harnentleerung, bei Säuglingen und Kleinkindern sind das trockne Windeln;
- Schwindel, Kopfschmerzen (darum empfehlen wir bei Kopfweh immer zuerst ein grosse Glas Wasser zu trinken);
- Müdigkeit, Schwäche;
- Bei heftigerem Mangel füllen sich die Blutgefässe nach Druck nur wieder langsam und eine gezogene Hautfalte auf dem Handrücken geht nur langsam zurück. Weitere Symptome sind dann: tiefer Blutdruck; Verwirrtheit und oder sogar zentrale Störungen, keine Tränen, Gewichtsabnahme, eingefallene Augen.
Besonders gefährdete Gruppen sind Säuglinge, Kinder, ältere Erwachsene, Sporttreibende und Menschen mit Vorerkrankungen! Die chronische Minderversorgung mit Flüssigkeit, die oft bei älteren Menschen besteht und von ihnen nicht wahrgenommen wird, kann in diesen heissen Sommern schnell zu einer bedrohlichen Situation führen mit Schock, kardiovaskuläre Störungen, Krämpfen und Nierenerkrankungen. Das kann lebensbedrohend sein! (Es wurde in den Medien von einem Urlauber berichtet, der auf seinem Liegestuhl tot aufgefunden wurde).
Säuglinge und Kleinkinder leiden speziell nach Erbrechen und Durchfall an einer «Austrocknung». Manchmal verweigern sie gleichzeitig Essen und Trinken, was dann zu den folgenden Symptomen führt: graue Hautfarbe, schnelle Atmung, die Augäpfel und die Fontanelle sind eingefallen, Unruhe, Müdigkeit bis zu Apathie, Lethargie und Bewusstlosigkeit. Bei einem Gewichtsverlust von 5% spricht man von einer leichten Dehydratation, bei 10% von einer deutlichen und bei 10-15% von einer schweren. Ältere Kinder sind weniger gefährdet, sie reagieren weniger sensibel auf den Flüssigkeitsverlust.
Behandlung:
TRINKEN: eine leichte/mittlere Dehydratation kann mit oralen Rehydratationslösungen aufgefangen werden. (Präparate dazu gibt es in den Apotheken und Drogerien.) Ein Rezept zum Selbermachen haben wir im Ratgeber «Durchfall» beschrieben.
INFUSIONEN: notwendig bei schweren Verläufen, und nur von Fachpersonen verabreicht. Dabei wird das fehlende Wasser mit den nötigen Elektrolyten intravenös gegeben.
Vorbeugung: TRINKEN
Welche Mengen werden als vernünftig angegeben? Prinzipiell ist das individuell und durch den Verlust bedingt. Ein sporttreibender junger Mensch braucht deutlich mehr.
Das Standardmass von zwei Litern täglich erscheint mir vernünftig zu sein. Denken Sie daran, dass auch Früchte und Gemüse Wasser enthalten. Eine Zwischenmahlzeit damit unterstützt den Wasserhaushalt.
Geniessen Sie die schönen Tage, trinken Sie genug und vor allem:
Bleiben Sie gesund!
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Darmgeschichten
Wir möchten in einer lockeren Reihe über den Darm, seine Aufgaben und Befindnisse schreiben. Manche Leser haben das spannende Buch: «Darm mit Charme» von Giulia Enders gelesen und kennen sich in dieser Materie bereits gut aus. Andere kennen den Satz: Die Gesundheit beginnt im Darm. Es gibt viele populärwissenschaftliche Informationen zu diesem Thema. Wir finden auch, dass, wenn der Darm gut funktioniert, die Chance gross ist, dass der Mensch gesund ist. Wir greifen dieses Thema auf, und dank neuer Präparate können wir auch Hilfestellungen bei «heiklen» Problemen anbieten.
Zum Thema Darm erst einige anatomische Betrachtungen.
Definition: Der Darm (lateinisch Intestinum) ist der wichtigste Teil unseres Verdauungstraktes. Er beginnt mit dem Magenpförtner und endet beim After. Beides sind starke Ringmuskeln, die sowohl den Eingang als auch den Ausgang dicht verschliessen. Davor liegt der Magen, die Speiseröhre und die Mundhöhle. Die Verdauung beginnt sozusagen zuoberst: nämlich bereits mit dem guten Kauen. Die Nahrung wird mechanisch zerkleinert und mit Speichel vermischt. Er enthält bereits Enzyme, um die Zerkleinerung chemisch zu unterstützen. Wenn man lange genug Brot kaut, schmeckt es süss. Die Amylase spaltet die Kohlehydrate bis zum Zucker, den man dann süss wahrnimmt. Dieser Speisebrei wird durch die Speiseröhre aktiv in den Magen befördert. Aktiv heisst, dass wir auch im Kopfstand schlucken können und das Ganze in den Magen gelangt.
Exkurs Erbrechen: Der oben beschriebene Automatismus ist beim Erbrechen gestört. Der Körper findet, dass der Mageninhalt heraus muss und kehrt den Schluck-Vorgang um. Wenn der Magen genügend entleert ist, bleibt diese «Umkehrung» noch einige Zeit bestehen. Darum sollte man, auch wenn der Durst gross ist, nur teelöffelweise Flüssigkeit zu sich nehmen; und einen Mindestabstand von 10 bis 15 min. einhalten. Mindestens so lange, bis wieder die Menge eines Glases vertragen wird. Kleinkindern kann man ein mit Wasser getränktes «Nuschi» geben, an dem das Kind saugen kann. Natürlich ist der Flüssigkeitsersatz wichtig. Der Körper braucht ihn dringend. Aber es funktioniert nur, wenn das Getränk auch im Magen bleibt. Dazu eignet sich alles, worauf man Lust hat. Es gibt dafür Elektrolytlösungen aus der Apotheke oder auch andere isotonische Getränke (alkoholfreies Bier gehört da übrigens auch dazu). Im Ratgeber Durchfall beschreiben wir die andere Variante: viel Flüssigkeit in kurzer Zeit zu verlieren. Dort finden Sie ein WHO-Rezept für eine selbst herzustellende Elektrolyt-Lösung.
Zurück zum Thema: Der Darm eines Erwachsenen ist zwischen 5 ½ bis 7 ½ Meter lang und besitzt mit etwa 120 m² eine riesige Oberfläche. So gross wie eine 3½- Zimmerwohnung. Sie kommt durch einen «Trick» = Falten, Darmzotten und Mikrovilli zustande. Diese grosse Fläche erlaubt die Aufnahme der Nährstoffe.
Unterteilung:
• Dünndarm (lat. Intestinum tenue):
- Zwölffingerdarm (Duodenum)
- Gekrösedarm: mit Leerdarm (Jejunum) und Krummdarm (Ileum)
• Dickdarm (Intestinum crassum)
- Blinddarm mit dem Wurmfortsatz (der letztere ist umgangssprachlich fälschlicherweise als «Blinddarm» bekannt).
- Grimmdarm: aufsteigend = Colon ascendus, querverlaufend = Colon transversum, absteigend Colon descendum und den S-förmig verlaufenden = Colon sigmoideum (Sigma)
• Mastdarm (Rectum), auch als Enddarm bezeichnet, bestehend aus Pars ampullaris und Analkanal.
Der darauffolgende After (lat. Anus) ist von seinem Gewebe her im engeren Sinne kein Darmbestandteil mehr. Er ist von der äusseren Haut ausgekleidet. Mit dem endständigen Venengeflecht, bekannt durch die Hämorrhoiden, dem inneren und äusseren Schliessmuskel bildet er den Schluss des Systems.
In den nächsten Ratgebern gehen wir auf die verschiedenen Funktionen ein.
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Ratgeber einmal anders: Die Sirup-Saison beginnt
Mit der Hitze blüht auch der Holunder und die Nachfrage nach Zitronensäure hat begonnen. Es gibt aber auch andere schöne Rezepte, um Sirup herzustellen. Wir bieten Ihnen gute Produkte, um «Kräuter»-Sirupe herzustellen.

Gemäss einem Flyer der Firma Dixa empfehlen wir folgendes Grundrezept:
– 2 kg Zucker
– 40 g Zitronensäure
– 40 g Blüten (was auch immer schmeckt)
– 2 l Wasser
Alle Bestandteile werden gemischt und das kochende Wasser wird zugegeben. Die Mischung wird umgerührt bis sich der Zucker gelöst hat. Das Ganze muss 2 Tage ziehen und wird in dieser Zeit mehrmals täglich umgerührt. Anschliessend wird der Sirup nochmals aufgekocht, dann abgesiebt und heiss in saubere Flaschen abgefüllt. Diese Menge ergibt ungefähr 4 Liter Sirup

Wichtig:
– Das Zucker-Wasser-Verhältnis (mindestens 1:1) muss unbedingt eingehalten werden, damit die Haltbarkeit (mind. 6 Monate) gewährleistet ist.
– Der Zucker kann auch durch die entsprechende Menge Voll-, Braun-, Rohzucker oder Honig ersetzt werden. Allerdings muss man dann bei der Farbe mit «Einbussen» rechnen.
– Die Aufbewahrung erfolgt am besten kühl und vor Licht geschützt (klassisch im Keller), nach Anbruch am besten im Kühlschrank.

Als Aperitifs sind Sirupe sehr beliebt: Mit Prosecco, Weisswein oder einfach Mineralwasser und Eiswürfel ergeben sich köstliche und erfrischende Getränke. Als Anregung geben wir die folgenden 4 Rezepte (im Internet findet sich eine riesige Auswahl an anderen Möglichkeiten):

– Goldmelissen-Hibiskus Sirup: Zubereitung gemäss Grundrezept; 40 g Blüten = 30 g Goldmelisse und 10g Hibiskus Blüten.
– Waldmeistersirup: Wasser mit Zucker aufkochen und auskühlen lassen, ca. 50 g frischen, gewaschenen Waldmeister (oder 15 g getrockneten) beigeben und bis zu 3 Tage ziehen lassen und dabei öfters umrühren. Absieben, heiss in saubere Flaschen füllen und verschliessen.
– Apfel-Lavendel Sirup: Zubereitung gemäss Grundrezept; 40 g Blüten = 30 g Lavendelblüten und 10 g Apfelstückchen
– Beerensirup, klassisch mit Himbeeren, Holunder oder Johannisbeeren: 2 l Wasser aufkochen und über 2 kg Beeren giessen. 24 h stehen lassen dann filtrieren. 2 l Saft zusammen mit 40 g Zitronensäure aufkochen, 2 kg Zucker beifügen und weiter rühren, bis er aufgelöst ist, kurz weiterkochen und heiss in saubere Flaschen abfüllen und verschliessen.
– Thermomix-Ingwer-Sirup: Wer glückliche/r Besitzer/in eines Thermomixes ist, hier noch ein Ingwer-Sirup Rezept: 400g Ingwer entweder geschält oder gut gebürstet in den Mixtopf geben, 6 Sekunden bei Stufe 4 zerkleinern und mit dem Spatel nach unten schieben, weitere 6 Sekunden Stufe 4 zerkleinern. 800 g Zucker und 800 g Wasser zugeben, 4 Sekunden auf Stufe 4 vermischen und 45 Minuten bei 100°C und mit Stufe 1-2 kochen. Danach durch ein feines Sieb giessen in saubere Flaschen (2 a 0,7l) füllen und sofort verschliessen. Kühl und trocken aufbewahrt hält der Sirup ungeöffnet bis zu 6 Monate, geöffnet im Kühlschrank ca. 3 Monate. – Für einen Moscow Mule wird er mit 1 Teil Wodka (1 Teil Ingwersirup) und 2 Teilen Mineralwasser gemischt und mit 2 Gurkenscheiben serviert.

Leben Sie gesund und genussvoll. Ihr Team der Vinzenz Apotheke

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Auge (Folge 10)
Wir beenden unsere Serie über die Augen mit einer Art Zusammenfassung. Nämlich:
• Wann soll ich umgehend zum Augenarzt oder auch in den Notfall gehen?
Das ist nicht so einfach zu beantworten. Grundsätzlich sind alle akut auftretenden Veränderungen im Augenbereich eine Abklärung wert.
Alarmsymptome: (von der Website www.augenärzte-aarau.ch)
- Unfälle:
• Verletzungen der Augen durch einen Schlag (Trauma): gleichentags zum Arzt
• Verätzungen oder Verbrennung: sofort unter fliessendem Wasser mindestens ¼ Stunde spülen (dient auch der Kühlung und der Entfernung bzw. der Verdünnung der Substanzen) und dann unverzüglich zum Augenarzt
• Fremdkörper (nicht lange selbst hantieren)
• Lidverletzungen bluten stark; abdecken und abklären
- Akuter Sehverlust:
• Es können verschiedene auch nicht augenbedingte Ursachen dafür verantwortlich sein wie ein Gefässverschluss. Dabei handelt es sich um einen Notfall, der unverzüglich abgeklärt werden muss.
- Sehverschlechterungen: je plötzlicher, desto gefährlicher
• können Begleitsymptome von Problemen wie Durchblutungsstörungen im Gehirn, Migräne, Hirnschlag oder Tumore sein, sie sind ebenfalls je nach Symptomatik zügig abzuklären
- Sehstörungen:
• Wahrnehmen von Schleiern, Blitzen, Farbkreisen, «Rauchschwaden» oder schwarzen Mücken lassen eine Netzhautablösung befürchten
- Notfall!
• Balken-Wahrnehmung könnte eine Blutung sein – Notfall -
• Gesichtsfeldausfall (in einem Bereich des Sehens ist es «schwarz») das kann ein Hinweis auf eine Problematik des Sehnervs oder der Netzhaut sein – Notfall -
- Plötzlich erhöhter Augeninnendruck:
• Er äussert sich mit starken Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen sowie Beeinträchtigung des Sehvermögens – Notfall -
- Rötungen:
• Gerötete Augen kommen häufig vor, sie sind meist kein Notfall, in der Regel genügen befeuchtende Augentropfen (Gründe: generell zu trocken z.B. wegen langer Bildschirmarbeit, es wird zu wenig geblinzelt)
• akute Augenrötungen mit Eiterfluss und Blend-Empfindlichkeit lassen eine Hornhauttrübung als Folge vermuten, besser abklären
- Entzündungen der Augen
• Konjunktivitis entweder bakteriell oder allergiebedingt ist häufig und kann mithilfe von Augentropfen gut therapiert werden
• Bindehaut Blutung oder im Fachjargon Hyposphagma genannt, ist ebenfalls harmlos, auch wenn es gefährlich aussieht; sie ist schmerzlos und verschwindet von allein
• Kontaktlinsenträger: Sie dürfen während einer «Rötung» die Linsen nicht einsetzen, es besteht die Gefahr einer Hornhaut-Entzündung, die zu Sehschäden führen kann!
- Akute Ereignisse bei Säuglingen
• mit Eiterfluss und oder tränenden Augen gehören beim Augenarzt abgeklärt.
- Neu auftretende Doppelbilder oder Schielen
• sollten zügig abgeklärt werden
- Augenschmerzen:
• Siehe Augeninnendruck!
Also was tun?
Kontaktieren Sie zuerst Ihren persönlichen Augenarzt.
Bei dessen Abwesenheit erreichen Sie den Notfall-Augenarzt via Notrufnummer 0900 401 501.
Bleiben Sie gesund
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